
Art.Nr.: 30701058
Henriette Sophie von Gersdorf (1686–1761) begleitete über zwanzig Jahre ihren Neffen, den jungen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf. Sie war ihm kluge Gouvernante und geistliche Lehrmeisterin. Im Auftrag ihrer Mutter vermittelte sie ihm exzellente Bibelkenntnis, erklärte ihm die Geschichte seiner Vorfahren und verfolgte das Ziel, ihn in ein hohes Staatsamt zu führen. So wollte sie den Ruhm der Familie sichern. Doch die von ihr geförderte Jesusliebe führte Zinzendorf auf einen anderen Weg: Er wollte nicht Fürsten dienen, sondern dem Heiland. Der Konflikt zwischen familiärem Prestigedenken und geistlicher Berufung entzweite Tante und Neffe. Diese Entzweiung trug dazu bei, dass Herrnhuter und Hallescher Pietismus auseinanderdrifteten. Das Buch schildert Henriette Sophies unermüdlichen Einsatz, ihre pädagogische Leistung und die Kraft einer Frau, die Geschichte nicht nur erleben, sondern schreiben wollte. Eine Entdeckung für alle, die die Anfänge des Pietismus, das Wirken von Frauen im 18. Jahrhundert mit ihren Möglichkeiten und Grenzen sowie die Spannungen zwischen weltlichem Ehrgeiz und geistlicher Berufung verstehen wollen.
Zum Autor:
Andreas Tasche, geboren 1957 in Greiz (Thüringen). Lebt im Ruhestand in Wilschdorf (bei Dresden). Theologiestudium in Ost-Berlin und Naumburg a. d. Saale. Tätig in der Jugendarbeit, als Leiter der Gnadauer Anstalten (bei Schönebeck/Elbe) sowie nacheinander als Pfarrer von drei Brüdergemeinen (Niesky, Neudietendorf, Herrnhut). Zuletzt Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Herrnhuter Missionshilfe, erst in Bad Boll und dann in Herrnhut.
Autor: Andreas Tasche
Einband: Softcover
Seitenzahl: 188
Fotos/Abbildungen: zahlreiche, in Farbe
Erscheinungsjahr: 2026
Verlag: Erlanger Verlag für Mission und Ökumene
Maße: 225 x 155 x 15 mm
ISBN: 978-3-87214-595-6
19,90 EUR
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